Dieses Haus wertet das Leben im Dorf auf

Dorfgemeinschaft Höfingen feiert Fertigstellung des neuen Domizils mit 180 Gästen

Höfingen (boh). Vom ersten Spatenstich im März 2008 bis zur Fertigstellung sind nur knapp sieben Monate vergangen, jetzt konnte der Bau des Dorfgemeinschaftshauses den Bürgern übergeben werden. „Und darauf haben die Höfingen sechs Jahre warten müssen. Aber was lange währt, wird endlich gut“, begrüßte Wilhelm Hachmeister, Sprecher der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, die rund 180 Gäste in den neuen Räumen neben dem Sportheim. Als ihm im letzten Jahr die Pläne für den Bau des Hauses vorgelegt worden waren, setzte Hachmeister selbst den Rotstift an, um die Kosten zu minimieren.

Mit neuen, von ihm eingereichten Bauplänen, schaffte es Hachmeister, die Baukosten um die Hälfte senken, so dass der Bau jetzt mit 126000 Euro zu Buche schlägt. Entstanden ist für die Höfinger ein Gebäude mit einer bebauten Fläche von 132 Quadratmetern. Allein im Gemeinschaftsraum können bequem rund 100 Personen untergebracht werden. „Für dieses Bauvorhaben wählten wir überwiegend den Baustoff Holz“, betonte Hachmeister. Die Holzrahmenwände sowie die Dachkonstruktion und der Innenausbau wurden in Eigenleistung gefertigt. Für die gesamten Arbeiten wurden etwa 1770 Stunden erbracht. Ebenfalls dankte Hachmeister allen Spendern, ohne die die Finanzierung des Dorfgemeinschaftshauses nicht möglich gewesen wäre. „Wir erhielten etwa 25500 Euro an Spendengeldern, wovon ein erheblicher Betrag von der Firma Weserchampignon beigesteuert wurde“, sagte der Sprecher der Arbeitsgruppe Dorferneuerung. Als Initialzündung für das Dorfleben sieht Bürgermeister Harald Krüger das Dorfgemeinschaftshaus. „In Höfingen gibt es keine Kneipe, keine Schule, keinen Kindergarten und somit eigentlich keine soziale Infrastruktur. Dieses Haus wertet also das Leben im Dorf nachhaltig auf“, so Krüger.

Auch Ortsbürgermeister Heinz Beißner lobte das Engagement der Höfinger. Im neuen Dorfgemeinschaftshaus könne außerdem wesentlich besser gefeiert werden als im Feuerwehrhaus in Pötzen, erklärte der Ortsbürgermeister mit schelmischem Grinsen. „Hier beschweren sich nicht die Nachbarn“, betonte Beißner und erntete dafür Lacher – neben dem Dorfgemeinschaftshaus befindet sich nur der Friedhof. „Pläne für den Bau des Dorfgemeinschaftshauses gab es bereits seit sechs Jahren, aber die Behörden in Hannover kamen mit der Genehmigung lange Zeit nicht in die Strümpfe“, verteilte Beißner einen humorvollen Seitenhieb an den Landtagsabgeordneten Otto Deppmeyer. Der konterte: „Als die bei der Landesregierung gemerkt haben, dass ich komme, haben sie sich mit der Genehmigung beeilt.“ Abschließend forderte Wilhelm Hachmeister die Vetreter des Rates auf, die Zuwegung zum neuen Dorfgemeinschaftshaus mit Straßenlaternen zu versehen. „Wir wollen den Bürgern nicht zumuten, den Weg mit der Taschenlampe suchen zu müssen.“
© Dewezet 19. Oktober 2008

Außenarbeiten haben in Höfingen begonnen

Am Dorfgemeinschaftshaus arbeiteten Helfer bereits 1400 Stunden / Im Oktober ist Einweihung

Höfingen (pj). Der Endspurt beim Bau des Dorfgemeinschaftshauses hat begonnen. Die fleißigen Dorfbewohner um Wilhelm Hachmeister, dem Sprecher der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, sind gerade dabei, die Außenanlagen zu gestalten. Im Innern des Dorfgemeinschaftsraumes wird tapeziert und gestrichen. „Kopfzerbrechen bereiten mir aber noch Restarbeiten, die von Firmen erledigt werden müssen“, sagt Wilhelm Hachmeister. So müssen die Fenster noch einmal ausgewechselt und die Türen nachgearbeitet werden. „Alle müssen jetzt mitziehen“, denn viel Zeit bleibt nicht mehr, um alles rechtzeitig bis zum Einweihungstermin am 18. Oktober fertig zu bekommen, betonen auch die Helfer, die gerade Frühstückspause machen. Die Höfinger rechnen damit, dass ihre Eigenleistungen bis Ende September abgeschlossen sein werden. „Das ist für unser Dorf einmalig, wir haben bisher bereits 1400 Stunden gearbeitet“, freut sich Wilhelm Hachmeister. Dass alles bisher so gut geklappt habe, liege vor allem daran, dass alle mitziehen. Als es in der Bürgerversammlung um die Vorbereitungen des Bauvorhabens ging, haben sich 35 Dorfbewohner in die Helferliste eingeschrieben. „36 Helfer haben am Bau bisher mitgearbeitet“, sagt Gerd Kunze. Nicht zu vergessen die Frauen, die wie Margret Lemke an diesem Arbeitstag die fleißigen Männer mit Essen versorgen. Getränke bringen auch Bürgermeister Harald Krüger und Süntels Ortsbürgermeister Heinz Beißner vorbei.

Ein Zwischenfall während der Bauphase bleibt den Höfingern unvergessen: Sie hatten nämlich am 26. April Besuch von fünf Beamten der Zollverwaltung. Diese suchten nach einer anonymen Anzeige nach Schwarzarbeitern. „Alles in Ordnung“, stellten sie fest, bevor sie die Baustelle wieder verließen. Die Schaffung eines Dorfgemeinschaftsraumes neben dem Sportheim in Höfingen muss in kurzer Zeit verwirklicht werden. Da die Maßnahme im Rahmen der Dorferneuerung gefördert wird, sind enge Fristen gesetzt. Ende Oktober muss abgerechnet sein, damit Fördermittel fließen. Am 12. März war die Bürgerversammlung, am 20. März machten sich die Sünteldörfler ans Werk; in der Werkstatt von Weber Holzbau wurde das Holzständerwerk gefertigt. Bereits am 19. April konnte Richtfest gefeiert werden. Als man sich am 15. Juni zum „Bergfest“ traf, musste noch die Decke eingezogen und die Fliesen verlegt werden. Diese Arbeiten sind längst erledigt. Allein die Decke im Sportheim – dorthin wurde die Wand durchbrochen, um den kleineren Raum mitnutzen zu können – soll noch erneuert und dem neuen Bereich angepasst werden.

Fast 100000 Euro wurden am Dorfgemeinschaftshaus bisher verbaut. 19000 Euro sind noch in der Kasse, wie Wilhelm Hachmeister erklärt. Zu wenig allerdings, um auch Tische und Stühle anzuschaffen. Es fehlt auch noch das Geschirr für die Küche, die demnächst aufgebaut werden soll. „Für das, was uns jetzt noch an Ausstattung fehlt, hoffen wir auf Spenden“, sagen die Arbeiter.
© Dewezet 26. August 2008


Die CDU-Fraktion der Stadt Hessisch Oldendorf besichtigte das Dorfgemeinschaftshaus (19.08.2008).

Manchen Tag bis zu zehn Stunden auf dem Bau

Höfinger erstellen in Eigenleistung ihr Dorfgemeinschaftshaus / Weit über 900 Stunden gearbeitet

Höfingen (ah). Nachdem bereits drei Wochen nach Baubeginn Richtfest gefeiert werden konnte, kommt der Bau des neuen Dorfgemeinschaftshauses am Höfinger Sportplatz weiterhin mit Riesenschritten voran. „Wir sind nach zwei Monaten mit dem Bau bereits soweit, wie wir es für eine Bauzeit von drei Monaten eingeplant hatten“, erklärt voller Stolz der Vorsitzende des Fördervereins Höfingen, Wilhelm Hachmeister, der mit den Ausführungsplanungen betraut ist. Das sei nicht nur „den zuverlässig arbeitenden Firmen, die zu 90 Prozent aus dem Stadtgebiet kommen, zu verdanken, sondern auch dem Einsatz vieler Höfinger“. Bislang haben fleißige Helfer etwa 920 Stunden ehrenamtlich gearbeitet; umgerechnet sind das knapp 16000 Euro an Eigenleistung. „Samstags sind immer fünf bis acht Leute zur Stelle, die bis zu zehn Stunden am Haus arbeiten. Besonders dankbar bin ich, dass wir dann immer von Frauen aus unserem Dorf mit Frühstück und Mittagessen verwöhnt werden“, lobt Wilhelm Hachmeister. [..]

Im Inneren des Hauses ist kürzlich ein Durchbruch zum angrenzenden Sportheim vorgenommen worden, sodass der Clubraum des Sportheims vom Dorfgemeinschaftshaus aus betreten werden kann. Am vergangenen Wochenende räumten Helfer an der Baustelle auf und putzten, da als nächstes eine Firma Estrich aufbringen wird. In der Zwischenzeit werden in Eigenleistung Fenstergitter zum Schutz vor Ballschüssen vom nahen Fußballplatz angebaut. Die Wärmedämmung der Fassade und das Verlegen von Fliesen stehen als weitere bauliche Maßnahmen auf der Liste von Hachmeister.

Es muss auch weiterhin alles wie am Schnürchen klappen, denn im Oktober muss der Bau abgerechnet werden, sollen die Zuschüsse fließen. Hachmeister und seine fleißigen Höfinger hoffen, dass im September das Dorfgemeinschaftshaus eingeweiht werden kann. Bei dem Engagement der Höfinger dürfte das kein Problem werden.
© Dewezet 06. Juni 2008

Dorfgemeinschaft zieht Rohbau in Rekordzeit hoch

Richtfest in Höfingen: "Ein Gebäude für Alt und Jung" / Dank an Spender und freiwillige Helfer / Teamgeist gelobt

Höfingen (die). "Auf diesen Tag haben alle Höfinger Bürgerinnen und Bürger fast sechs Jahre gewartet", sagte Wilhelm Hachmeister, Vorsitzender des Fördervereins Höfingen beim Richtfest des Dorfgemeinschaftshauses. Und so hatten sich am Samstag etliche Einwohner des Sünteldorfes sowie Bürgermeister Harald Krüger auf der Baustelle " Im Wiesenthal" eingefunden. Zimmermann Gerd Kunze schwang sich mit einem Kollegen auf das Baugerüst und nagelte den Richtkranz bei widrigen Winden an den Dachstuhl. "Im neuen Glanz erstrahlt es heute, das Dorfgemeinschaftshaus für alle Leute. Genutzt von Vereinen, von Alt und Jung, und nach Höfingen bringt es neuen Schwung"; verkündete er den Richtspruch.

370 Stunden Eigenleistung
Nur dreieinhalb Wochen seien von der Vorbereitung des Baufeldes bis zum Richtfest vergangen, erläuterte Wilhelm Hachmeister in seiner Ansprache. Nach Fertigstellung der Erd- und Betonarbeiten wurden am vergangenen Freitag, und auch noch am Tag des Richtfestes, die Holzrahmenwände sowie die Dachkonstruktionen aufgebaut. Beides wurde in Eigenleistung gefertigt, betonte Wilhelm Hachmeister. Insgesamt seien für das Projekt bisher 370 Stunden Eigenleistung erbracht worden. Für das gesamte Bauvorhaben wurde überwiegend der Baustoff Holz gewählt, erklärte er. "Diese von uns erbrachte Arbeit wäre nicht möglich gewesen, wenn sich nicht die vielen Spender, auch über die Grenzen Höfingens hinaus, bereiterklärt hätten, einen Anteil hierfür zu geben", ging Wilhelm Hachmeister auf einen Teil der Finanzierung ein. Dr. Ferdinand Dohme hatte die Spendenaktion im Jahr 2005 angeregt und mit einer großzügigen Spende zum Erfolg des Bauvorhabens beigetragen. "Bisher wurden insgesamt rund 25500 Euro gespendet", sagte Wilhelm Hachmeister. Er dankte ausdrücklich auch allen anderen Spendern sowie der Verwaltung der Stadt Hessisch Oldendorf für die gute Zusammenarbeit. Nicht zu vergessen die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer. "Ohne sie wäre nichts möglich gewesen", sagte er. Erfreulich sei, dass alle Aufträge an Firmen aus dem Stadtgebiet Hessisch Oldendorfs vergeben worden seien. Die Höfinger beschäftigten sich schon seit dem Jahr 2002 mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses. Die Baukosten werden von Wilhelm Hachmeister auf 138000 Euro geschätzt, wovon die Dorfgemeinschaft 32000 Euro selbst erbringen muss.

"Bereicherung für das dörfliche Leben"
Bürgermeister Harald Krüger ging in seinem Grußwort darauf ein, dass der Bau des Dorfgemeinschaftshauses ein Beweis dafür sei, dass man in einer starken Gemeinschaft auch etwas schaffen könne. "Wir haben im Stadtgebiet starke Dörfer mit einer lebendigen Gemeinschaft. Einzelne Dörfer können was auf die Beine bringen." Das neue Dorfgemeinschaftshaus werde mit Sicherheit eine Bereicherung für das dörfliche Leben in Höfingen. Er hoffe, dass der Bau weiterhin unfallfrei über die Bühne gehe und man im Herbst 2008 Einweihung feiern könne.
DEWEZET 22.04.2008

Nächste Woche beginnen die Höfinger mit dem Bau

Die Zeit drängt: Dorfgemeinschaftsraum muss bis Ende Oktober fertig sein / Spontan melden sich 35 Helfer

Höfingen (pj). „Was lange währt, wird endlich gut“ – erleichtert konnte Wilhelm Hachmeister, Vorsitzender des Fördervereins Höfingen, mitteilen, dass noch in diesem Monat mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses begonnen wird. Lange gedauert hat es tatsächlich, denn in einer ersten Bürgerversammlung im April 2002 hatten die Höfinger sich mit großer Einmütigkeit dafür ausgesprochen, im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahmen einen Gemeinschaftsraum zu errichten und dafür auch Eigenleistungen zu erbringen.

Die Hoffnungen auf einen baldigen Baubeginn erfüllten sich hingegen nicht. „Die Geduld der Höfinger wurde arg strapaziert, denn die Richtlinien wurden erst im Herbst 2007 erlassen“, erklärt Süntels Ortsbürgermeister Heinz Beißner. Doch nun ist es endlich soweit. Wilhelm Hachmeister schätzt die Baukosten auf 138000 Euro, wovon etwa 32000 Euro als Eigenleistungen anfallen.

Die ersten Aufträge sind im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung erteilt, für weitere Gewerke war kürzlich die Submission, deren Prüfung läuft. Das heimische Bauunternehmen Wehrhahn wird am 31. März mit den Rohbauarbeiten beginnen, danach sind gut sechs Monate Zeit, um das Vorhaben abzuschließen. Schon in der Woche nach Ostern sind die Höfinger gefordert: Der Bauplatz muss vorbereitet, der Sportplatzzaun sowie Plattenbeläge müssen zum Teil entfernt, der Bauzaun aufgestellt und in der Halle der ortsansässigen Firma Weber Holzbau die Holzrahmenkonstruktion vorbereitet werden.

Markus Weber vom örtlichen Zimmereibetrieb stellt den Höfingern Halle und Maschinen kostenfrei zur Verfügung, sein Mitarbeiter Gerd Kunze leitet die Helfer an. Sind hier Fachkräfte gefordert, werden für die Vorbereitung des Bauplatzes kräftige Arme und Einsatzwille gebraucht. „Und wir Frauen werden für die Verpflegung sorgen“, machte Hanna Himstedt deutlich, dass viele zum Gelingen beitragen können. So erklärten sich noch während der Versammlung über 35 Personen bereit, sich an den Arbeiten zu beteiligen.

Wilhelm Hachmeister bedankte sich bei Markus Weber und dem Bauunternehmen Wehrhahn, das den Bauzaun ohne Berechnung zur Verfügung stellt. Angetan vom Engagement der Beteiligten zeigten sich Bürgermeister Harald Krüger und Heinz Beißner. „Mit Wilhelm Hachmeister ist der richtige Mann an der richtigen Stelle, und mit ihm wird das schon klappen“, ist der Bürgermeister sicher, der Hachmeister eine gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung bescheinigte und die Hilfe aus dem Rathaus auch für die Zukunft zusagte.

Während des Stadtfestes zum 775-jährigen Jubiläum Hessisch Oldendorfs Mitte Mai wird der Förderverein Höfingen mit einem Stand vertreten sein und die Höfinger Pilzpfanne anbieten. Die Pilze stellt Dr. Ferdinand Dohme, Chef von der Firma Weserchampignon in Höfingen, unentgeltlich zur Verfügung, damit ein ordentlicher Überschuss erzielt werden kann, wenn Unvorhergesehenes finanziert oder Zusatzwünsche verwirklicht werden sollen.
© Dewezet 16. März 2008

Steht Finanzierung, können Höfinger bauen

Pläne für Dorfgemeinschaftshaus genehmigt / Zuschuss aus Topf der Dorferneuerung

Höfingen (pj). Mehr als 50 Dorfbewohner waren der Einladung des Arbeitskreises Dorferneuerung gefolgt, um sichüber die Planungen für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses zu informieren. Wilhelm Hachmeister, Sprecher des Arbeitskreises und als Bauingenieur die treibende Kraft für die Planung, lag im Krankenhaus, konnte die Versammlung deshalb nicht wie vorgesehen leiten. Dies übernahm sein Vertreter Karl-Heinz Eikermann und Süntels Ortsbürgermeister Heinz Beißner stellte die Pläne vor. Dank der sorgfältigen Vorbereitungen durch Hachmeister hatte es Beißner leicht, die Vorstellungen des Arbeitskreises zu vermitteln.

Schon im April 2002 hatte der Arbeitskreis einen Vorentwurf vorgestellt, der sich allerdings aus Kostengründen nicht realisieren ließ. Wilhelm Hachmeister, früher Inhaber eines Zimmereibetriebes, hatte ein neues Konzept erarbeitet, das deutlich geringere Baukosten erfordert und auch Eigenleistungen der Höfinger ermöglicht. Der Plan, für den die Baugenehmigung bereits erteilt wurde, sieht einen Anbau an das Sportheim vor. Bei einer Gesamtnutzfläche von rund 120 Quadratmetern soll ein 80 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum entstehen. Dazu kommen Küche, Abstellraum und Toiletten. Durch die Verbindung mit dem Aufenthaltsraum des Sportheims kann der Gemeinschaftsraum um rund 30 Quadratmeter erweitert werden.

Wilhelm Hachmeister hatte für die verschiedenen Gewerke bereits Angebote eingeholt und so einschließlich eines Zuschlags für Unvorhergesehenes Gesamtkosten von 120 000 Euro ermittelt. Für die Finanzierung gibt es aus Mitteln der Dorferneuerung einen Zuschuss von 25 000 Euro, der in gleicher Höhe von der Stadt Hessisch Oldendorf kofinanziert wird.

Nach Verhandlungen mit den Stadtvätern hat der Rat im Haushalt 2006 einen weiteren Zuschuss von 25 000 Euro ausgewiesen, der aber nur unter der Voraussetzung gezahlt wird, dass aus Höfingen noch Mittel in gleicher Höhe aufgebracht werden. Die Hälfte dieses Betrages hat Dr. Ferdinand Dohme zugesagt. Es besteht also nur noch eine Lücke in Höhe von 12 500 Euro. Für weitere 20 000 Euro sollen Arbeitsleistungen erbracht werden.

Ortsbürgermeister Heinz Beißner wies darauf hin, dass die Spendenbereitschaft sicher gefördert werde, da die gespendeten Beträge als der Heimatpflege dienend steuerlich abzugsfähig sind. Mitglieder des Arbeitskreises, der örtlichen Vereine und der Ortswehr wollen sich über das weitere Vorgehen umgehend verständigen. Es ist geplant, von Haus zu Haus zu gehen, um das Konzept zu erläutern und um Spenden und Arbeitsleistungen einzuwerben.

Die Vorsitzenden der Ratsfraktionen von CDU und SPD, Dieter Grabbe und Dirk Adomat, erklärten, dass mit dem Bau begonnen werden kann, sobald die Finanzierung des Höfinger Eigenanteils sicher ist und ein Nutzungsvertrag mit den Organisationen vor Ort abgeschlossen ist. Die Bedenken, dass für die Raumnutzung später horrende Beträge fällig werden könnten, zerstreuten die Ratspolitiker und sicherten zu, dass eine Gebührensatzung, an der gerade gearbeitet wird, "vernünftige und bezahlbare Preise" vorsehen werde. Überlegungen gehen in Höfingen dahin, einen Förderverein ähnlichwie im Nachbarort Bensen zu gründen, der den Nutzungsvertrag mit der Stadt abschließen und das Haus betreuen soll.

Viele Höfinger betonten, dass sie ins Portemonee greifen und sich an der Finanzierung mit einer Spende beteiligen wollen. Auch bei den Eigenleistungen wollen sie ihren Teil beitragen. Heinz Beißner hofft, dass diese Reaktionen die Genesung des Arbeitskreisssprechers Wilhelm Hachmeister fördern werden und forderte die Höfinger auf, sich zu sputen, um nicht noch die Verteuerung durch die im Jahr 2007 drohende Mehrwertsteuer-Erhöhung aufbringen zu müssen. Übrigens: Spenden können auf "Spendenkonto Dorfgemeinschaftshaus", Nummer 160 011 979 bei der Sparkasse Weserbergland gezahlt werden.
© Dewezet, 13.02.2006

Dorfgemeinschaft

Höfingen (pj). „Wir sind guten Mutes, dass es vorangeht“, sagt Dirk Adomat den Vertretern der Höfinger Vereinen, als es um den Bau eines Versammlungsraumes ging. Die SPD-Stadtratsfraktion hatte das Sünteldorf besucht, um sich ein genaueres Bild zu machen. Bekanntlich soll der Friedhofs-Vorplatz neu gestaltet werden. „Die Sanierung ist unbedingt notwendig, zumal sich hier bei Regen bereits große Pfützen bilden“, sagte der Fraktionschef.

Wichtigstes Thema für die Sünteldörfler ist der fehlende Dorfgemeinschaftsraum. Regina Severith, Hanna Himstedt und Heinrich Hachmeister gingen auf die Problematik ein, dass es im Dorf keinen öffentlichen Raum gibt. An das Sportheim soll deshalb im Rahmen der Dorferneuerung ein 80 Quadratmeter großer Raum angebaut werden. Der Antrag ist bei der Stadt bereits gestellt. Nun hoffen die Höfinger darauf, dass im städtischen Haushalt ein Ansatz ausgewiesen wird.


Foto: D. Adomat

Beim Gang durch das Dorf führte Süntels Ortsbürgermeister Heinz Beißner seine Rats- und Ortsratskollegen zu den neu errichteten Informationstafeln in der Ortsmitte. Hier am Dorfplatz liegen bereits die Pflastersteine für die Befestigung der Wasserentnahmestelle. Ortsbrandmeister Oliver Bock freute sich, dass es der Wehr gelungen ist, die Pflastersteine zu organisieren. Für den Dorfplatz werden sie nicht reichen. Es wird daher von der Dorfgemeinschaft nach einer Möglichkeit gesucht, günstig Pflastersteine zu erwerben.

Im anschließenden Gespräch im Sportheim hatten die Repräsentanten der örtlichen Organisationen Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen. Selbstverständlich wurde auch die Geruchsbelästigung angesprochen, die vom Pilzzuchtbetrieb Dohme ausgeht. Die Feststellung von Oliver Bock, dass es im Dorf kaum Familien mit Kindern gibt, griffen die Vertreter der Initiative gegen die Geruchsbelästigung auf. Für Joachim Albrecht, den Sprecher der Initiative, steht fest, dass es am Gestank liege, dass im Dorf immer weniger Menschen leben wollten. Dr. Dohme führte aus, dass er die Substrataufbereitung, von der die Belästigung ausgeht, einhausen (abdecken, die Red.) wolle. Er hoffe, dass die Politiker sein Vorhaben unterstützen werden, betonte der Firmenchef.
© Dewezet, 27.11.2004



Der Vorstand des neugegründeten Fördervereins Höfingen
v.l.n.r.: Lars Witkowski, Wilfried Albert, Sabine Schaper, Beate Krüger, Wilhelm Hachmeister, Gerd Kunze