Das Unglück ereignete sich nach einer Feier. Der 30-Jährige habe das Schraubventil einer Gasflasche, die mit einem Heizstrahler verbunden war, zudrehen wollen, hieß es. Als er den Schlauch abzog, ist es offenbar zu einer explosionsartigen Verbrennung von Propangas gekommen. Es habe eine große Stichflamme gegeben. Kurzzeitig soll der Hessisch Oldendorfer in einem Feuerball gestanden haben. Nur wenige Minuten nach dem ersten Notruf trafen Freiwillige der Feuerwehren Höfingen und Fischbeck am Brandort ein. Der stellvertretende Ortsbrandmeister von Höfingen, Sven Tegtmeier, erkundete sofort die Lage.

Als der Erste Hauptlöschmeister das Backsteingebäude, das direkt mit einem 1862 erbauten Wohnhaus verbunden ist, betrat, sah er zunächst eine brennende Gasflasche. „Ich habe rasch das Ventil zugedreht und den Stahlbehälter dann ins Freie geschafft“, erzählt Tegtmeier. Zunächst nahmen die ehrenamtlichen Helfer an, dass die Gefahr gebannt ist. Es war stockfinster. Als die Feuerwehrleute den Brandort inspizierten, stellten sie fest, dass aus den Ritzen zwischen den Dachziegeln des Stalls und des Hauses Qualm aufstieg. „Es gab auf einmal eine massive Rauchentwicklung“, berichtet Stadtfeuerwehr-Sprecher Tobias Ebbighausen. Die Holzdecke habe zu diesem Zeitpunkt geglüht, sagte Tegtmeier. Das Feuer hatte sich rasch ausgeweitet und in den Dachstuhl gefressen. Zwischen Haus und Stall glimmten Balken und Latten. „Wir mussten davon ausgehen, dass es zu einer Durchzündung kommt“, sagt Brandmeister Ebbighausen. Einsatzleiter Dirk Kuhfuß forderte Verstärkung an.

Neben den Feuerwehren aus Pötzen, Bensen und Haddessen fuhren auch Feuerwehrleute aus Hameln mit einer Drehleiter und einem Löschfahrzeug sowie das Team des Einsatzleitwagens aus Hessisch Oldendorf und die Spezialisten der Atemschutzüberwachung aus Fischbeck nach Höfingen. Wenig später ließ der Fischbecker Ortsbrandmeister Kuhfuß auch die Atemschutzgeräte-Träger aus Barksen, Welsede, Großenwieden, Segelhorst und Rohden zum Einsatzort kommen. Fast 100 Frauen und Männer aus zwei Städten und zehn Dörfern waren im Einsatz. Ihre Aufgabe: Schlimmeres verhindern. „Das Feuer hatte sich mittlerweile weiter in Richtung Wohnhaus ausgebreitet“, erzählt Ebbighausen. Aus einem Hydranten wurde Wasser gefördert, von der Drehleiter aus erkundet, wo es brennt. Andere Helfer entfernten Ziegel, um das Feuer gezielt bekämpfen zu können. Bei der Suche nach versteckten Glutnestern leistete die Wärmebildkamera wertvolle Dienste. Nach ein paar Stunden war das Feuer unter Kontrolle. Gegen 5 Uhr konnten die ersten Verstärkungskräfte den Einsatzort verlassen. Freiwillige aus Höfingen und Fischbeck hielten noch bis nach 7 Uhr Brandwache.

Am späten Nachmittag gegen 16.30 Uhr stieg erneut Rauch aus dem Dachstuhl auf. Ein Glück, dass Markus Weber gerade des Weges kam. Der Zimmermeister und Inhaber der Firma Weber Holzbau & Bedachungen ist Stadtbrandmeister von Hameln und kennt sich aus mit Bränden. Weber setzte sofort einen Notruf ab – und schritt gemeinsam mit seinen Söhnen Carlo (11) und Marcel (14), die Mitglieder der Jugendfeuerwehr sind, zur Tat. „Ich war zufällig mit unserem Werkstattwagen unterwegs, hatte deshalb alles an Bord, was man so für den ersten Angriff benötigt“, sagt der ehrenamtliche Feuerwehrchef. Als Weber durch ein Fenster in den Stall schaute, sah er, dass Flammen auf dem Dachboden loderten. Er stellte eine Leiter an, stieg auf das Spitzdach, ließ sich eine Kettensäge anreichen, entfernte ein paar Latten und schnitt dann ein Loch in den verkohlten Boden. Mit einem Sechs-Kilo-Pulverlöscher bekämpfte Weber das Feuer und verhinderte auf diese Weise Schlimmeres. „Carlo und Marcel sind mir zur Hand gegangen; sie haben Motorsäge und Feuerlöscher aus dem Fahrzeug geholt und mir angereicht“, sagt der Helfer. Wenig später trafen die Feuerwehren Fischbeck und Höfingen sowie die Drehleiter und ein Löschfahrzeug aus Hameln am Brandort ein. Weil noch weitere Atemschutzgeräte-Träger benötigt wurden, ließ Einsatzleiter Tegtmeier die Feuerwehren Zersen und Pötzen alarmieren. Hessisch Oldendorfs Stadtbrandmeister Karsten Redeker vermutet, dass Funkenflug den zweiten Brand verursacht hat. Es habe am Nachmittag an einer ganz anderen Stelle gebrannt. „Das Feuer hat sich nicht dorthin gefressen.“


Minifeuerwehr stellt Insektenhotel auf!













Fotos: Jörg Hachmeister (03/17)

COLD WATER CHALLENGE FREIWILLIGE FEUERWEHR HÖFINGEN
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Feuerwehr Höfingen macht mobil !!!

Der Feuerwehr Höfingen ist gemeinsam mit dem Verein zur Förderung des Feuerlöschwesens etwas gelungen, was in der heutigen Zeit für viele Vereine unerreicht bleibt: Die Beschaffung eines Transportfahrzeuges - ohne Hilfe von Fördermitteln und öffentlichen Geldern. Möglich gemacht haben es die vielen zahlreichen Spender, die gern bereit waren, die seit Jahren erstklassige Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen und ihre Verbundenheit zur Feuerwehr gezeigt haben. Ihnen allen gebührt unser großer Dank.

Dabei wurden uns seitens des Rates und der Verwaltung erhebliche Steine in den Weg gelegt. Nach zahlreichen Gesprächen mit Entscheidungsträgern der Stadt wurde klar, dass diese nicht pragmatisch und fallbezogen, sondern in Vorausschau auf zukünftig mögliche gleichgelagerte Fälle zum Schutz der Stadtkasse eine Vorgabe zur Beschaffung von Fahrzeugen im Stadtgebiet beschlossen, die unser finanzielles Budget einfach nicht zuließ.

Nach den vielen Ärgernissen und schlaflosen Nächten haben wir uns dann entschlossen - ohne die Unterstützung der öffentlichen Hand - ein geeignetes Fahrzeug zu beschaffen. Nach einigem Suchen haben wir dann unser Fahrzeug gefunden (siehe Foto). Wir haben es lediglich zur Erkennung noch ein wenig beschriften lassen. Das Auto dient zum Transport aller Kameraden, aber vor allem der Kinder und Jugendlichen. Die Anschaffung ist eine erhebliche Erleichterung für die Nachwuchsarbeit.

In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger Kinder und Jugendliche langfristig an einen Verein zu binden. Da sind außer guten Gruppenleitern und ehrenamtlichen Helfern, dem Besuch von Lehrgängen und Schulungen auch schon mal ausgefallene Angebote (z.B. gemeinsames Bowlen oder Eis essen) notwendig. Das alles können wir nun unserem Nachwuchs bieten.

Wir möchten an dieser Stelle nochmals allen Spendern für Ihre Zuwendung danken. Aber Dank sei auch allen Kameraden, die den Weg bis zum Kauf vorbereitet und mitgetragen haben. Wir haben kontrovers diskutiert, am Ende aber einen gemeinsamen Beschluss gefasst, der die Feuerwehr einen Riesenschritt in die Zukunft gehen lässt. Dazu gehört auch ein Fünkchen Mut und die Bereitschaft, sich auch weiterhin ehrenamtlich für das Wohl des Vereines einzusetzen. Das kann uns nur gelingen, wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, uns bei unseren Aktionen weiterhin durch Ihre Teilnahme unterstützen.
Gudrun Thiel



Wieder ein volles Haus beim Neujahrsempfang der Feuerwehr!





Das Feuerwehrbild (ca. 1953/54) habe ich mit ähnlichen Größen und Ausschnitten von Hans Requardt und Günther Krebs bekommen. Nach Aussage von Jürgen Tegtmeier sind folgende Personen abgebildet (v.l.n.r.): Günther Krebs, Johann Melsch, Fritz Gerberding, Heinrich Senf, Heinz Scheiblich, August Rinne, Wilhelm Lindenberg, Heinrich Tegtmeier junior, Erich Schlüter (Texas); im Hintergrund Heinrich Tegtmeier senior.
Nach Aussage von Horst Boose handelt es sich bei dem Mann ganz rechts nicht um Erich Schlüter, sondern um Josef Weiland!

Volles Haus beim Neujahrsempfang der Feuerwehr